Datenrettung Samsung PM991 NVME BitLocker verschlüsselt

Flüssigkeit läuft über ein Notebook. Das lässt sich nun nicht mehr booten, die interne Samsung PM991 NVME SSD hat durch die Nässe Schaden genommen. Das kann, bei einer SSD, im ungünstigen Fall das finale Aus der Daten sein.

Dazu kommt, das beschädigte Medium ist zusätzlich BitLocker verschlüsselt. Ein Faktor, der erst später bekannt wird. Gelingt dem Team der Datenretter die Wiederherstellung der Daten des Kunden?

Samsung PM991 NVME Flüssigkeitsschaden und BitLocker verschlüsselt
Samsung PM991 NVME Flüssigkeitsschaden und BitLocker verschlüsselt

Samsung PM991 NVME nach Wasserschaden

Die defekt Samsung SSD wird in der Spezialumgebung des hauseigenen Labors analysiert. Durch eindringende Flüssigkeit wurde das Medium elektronisch beschädigt. In einem aufwendigen Verfahren gelingt es den Datenrettern, den Zugriff zu der SSD zu bekommen. Normalerweise würde jetzt ein 1:1 Abbild der SSD erstellt werden.

Zur Überraschung der Beteiligten stellt sich dem eine BitLocker Verschlüsselung in den Weg. Darüber sind nicht nur die Datenretter, sondern auch der Kunde überrascht. Die Verschlüsselung war ihm nicht bewusst. Er gab sie deshalb beim Ausfüllen der Online Anamnesebogens nicht an.

Zur Deaktivierung der Verschlüsselung wird der entsprechende BitLocker Key benötigt. Wir haben die Key-ID, den dazugehörigen Schlüssel muss der Kunde liefern. Der wird jetzt nervös, denn er hat keine Ahnung, wo sich der Key befinden könnte. Nach einigem Suchen findet er den Key in seinem Microsoft Account.

BitLocker Verschlüsselung erschwert Datenrettung

Ob die Entschlüsselung gelingen kann, ist aber fraglich. Denn das Medium ist elektronisch beschädigt, die Ausgangslage ist damit nicht optimal. Verschlüsselungen sind generell gut, sie werden aber zum Risiko, wenn Datenträger unvorhergesehen beschädigt werden. Sie erschweren die Datenrettung, es gibt ungünstige Ausgangssituationen, wo Verschlüsselungen eine Rettung unmöglich machen.

Die Entschlüsselung der Samsung PM991 NVME SSD benötigt einige Stunden. Aber sie gelingt ohne Einschränkungen, die Datenretter können danach ein 1:1 Abbild erstellen.

Der Rest der Datenrettung ist dann nur noch Routine. Die Daten werden aufbereitet. Das Technikteam kontrolliert dabei Konsistenz und Qualität der Daten. Final werden die Daten des Kunden auf einem internen Hochsicherheitsserver abgelegt. Der Kunde findet eine Dateiliste in seinem Postfach, er hat die komplette Übersicht über die Vollständigkeit seiner Daten.

Trotz ungünstiger Ausgangslage konnten die Datenretter mit langjähriger Erfahrung alle Daten retten. Jetzt sind sie bereit zum Abruf durch unseren Kunden.

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