Immer wieder kommt es zu Datenverlusten bei der Umstellung des Betriebssystems. Die meisten Anwender sichern zwar vorab ihre Daten. Nicht selten aber wird auf eine Komplettsicherung verzichtet. Am Ende des Tages findet man dann doch Lücken im Datenbestand. So wie im vorliegenden aktuellen Fall.

Von Mac OS X zu Lubuntu - Toshiba MK7559GSFX
Von Mac OS X zu Lubuntu – Toshiba MK7559GSFX

Von OS X Lion zu Lubuntu

Einer unserer Kunden betrieb ein älteres Notebook mit einer OS X Lion Version. OS X 10.7 kam im Jahr 2011 auf den Markt und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Um das System weiter nutzen zu können stieg er auf Lubuntu um. Ein Linux Derivat, das sich speziell für alte Systeme anbietet. Bei der Datensicherung im Vorfeld rutschten ihm einige Daten durch, die er später vermisste.

Sind die Daten noch zu retten?

Speziell ging es um Bilder von Reisen, die einen Wert für unseren Klienten haben. Formatiert man einen Datenträger, wechselt zwischen verschiedenen Dateisystem und BS hin und her, dann wird es eng für die Daten. Sie nehmen Schaden und wichtige Informationen können verloren gehen.

So auch in diesem Fall.

Im Labor erstellte unser Team einen Clone der Toshiba MK7559GSFX Festplatte des Kunden. Der Datenspeicher zeigte während des Lesevorgangs elektronische und physikalische Beschädigungen, die auf einen bevorstehenden Ausfall hinwiesen. Dennoch konnten 100 % des Datenspeichers übertragen werden.

Im Anschluss gingen wir auf die Suche nach den vermissten Daten. Fälle wie dieser sind stets spannend, vor allem wenn ein Wechsel mit verschiedenen Betriebssystemen stattgefunden hat. Wir fahnden nach Signaturen und Strukturinformationen, die uns helfen können, die Daten neu aufzubauen.

Im Ergebnis konnten mehrere 100 GB an Daten, drunter viele Bilder gerettet werden. Der Kunde war mit dem Ergebnis zufrieden und wir ebenfalls. Denn wieder einmal konnten wir verloren geglaubte Daten zurückholen.

Von Mac OS X Lion zu Lubuntu und ein Teil der Daten sind weg