Symptome für Datenverlust – Festplatte wird langsamer

Es gibt viele klassische Symptome für einen bevorstehenden Datenverlust. Einer darunter ist eine immer langsamer werdende Festplatte. Deren Leistung lässt nach, die Schreibvorgänge ziehen sich immer mehr in die Länge, das Abspeichern von Daten dauert. Am Ende der Entwicklung lauert der Datenverlust. Das Speichermedium wird nicht mehr vom Computer erkannt. Kein Zugriff ist mehr möglich.

Toshiba Festplatte zur Datenrettung
Toshiba Festplatte zur Datenrettung

Datenrettung Toshiba MQ01ABD050

Exakt diese Symptome meldete die Toshiba MQ01ABD050 eines Kunden. Eine klassische 500 GB Festplatte für Notebooks oder den externen Einsatz mit 5.400 Umdrehungen. Kein kritischer Datenträger der für uns als Datenretter besonders auffällig wäre. Der Datenspeicher verlor an Leistung, irgendwann war kein Lesen oder Abspeichern mehr möglich.

Die Festplatte aus der Toshiba MQ01ABD Serie war zu diesem Zeitpunkt 7 Jahre alt. Der Austausch durch ein neueres Medium wäre angeraten gewesen.

Es existierte zu diesem Zeitpunkt kein aktuelles Backup, aber die Daten waren dem Kunden wichtig.

Kritischer Zustand des Datenspeichers

Im Labor wurde die Toshiba Festplatte von unseren Ingenieuren analysiert. Elektronik und Schreib-Leseköpfe waren ohne Fehler, aber die Medienoberfläche befand sich in einem kritischen Zustand. Ein Mix aus elektronischen und physikalischen Beschädigungen zog sich über fast den gesamten Datenbereich, wie eine Untersuchung im Reinraum Labor zeigte.

Kritischer Zustand: Toshiba MQ01ABD050
Kritischer Zustand: Toshiba MQ01ABD050

Der Lesezugriff gelang trotz aller Beschädigungen und gezielt begann der beauftragte Ingenieur unbeschädigte Bereiche auszulesen. Um erfolgreich zu sein „fahndet“ er dabei nach möglichst zusammenhängenden, großen lesbaren Blöcken. Genau das erwies sich als schwierig. Das Medium war außergewöhnlich intensiv beschädigt, der Lesevorgang wurde zur Herausforderung.

Eine Teil-Datenrettung

Natürlich ist es unsere Aufgabe möglichst viele Daten zu retten. Als ideal gelten für einen Datenretter 90 % oder mehr. Mit dem vorliegenden intensiv beschädigten Medium, das sich in einem sehr kritischen Zustand befand, war aber keine hohe Rettungsquote zu erwarten.

Dennoch versuchen wir für unseren Kunden immer das Optimum zu realisieren.

In dem aktuellen Fall war eine Teil-Datenrettung das, was wir für den Kunden erreichen konnten. Einige GB an Daten, die nur ein Bruchteil des ursprünglichen Volumens darstellten, konnten gerettet werden. Immerhin befanden sich darunter einige sehr wichtige Datensätze, denn der Kunden erteilte nach Erhalt der Dateiliste umgehend den finalen Auftrag zur Datenrettung.

Für uns ein kleiner Erfolg, denn wir konnten trotz einer kritischen Ausgangslage einmal mehr einem Kunden weiterhelfen.