Einen ungewöhnlichen Fall meldete in der letzten Woche unser Datenrettungslabor. Ein Kunde beauftragte unwissentlich die Rettung fremder Firmendaten. Wie konnte das passieren? Die Vorgeschichte ist relativ einfach. Unser Kunde ist im Besitz einer Seagate ST500DM002 Festplatte. Diese stürzt ihm eines Tages auf den Boden, er hat von da an keinen Zugriff mehr auf seine Daten. Hilfe sucht er beim lokalen Computerfachhandel.

Seagate ST500DM002 Festplatte zur Datenrettung

Das Fachgeschäft versucht sich am Auslesen der kaputten Festplatte. Es hat dabei keinen Erfolg und bricht ab. Unser Kunde möchte aber nicht auf seine Daten verzichten. Er wünscht sich die Festplatte zurück und holt sie wieder ab. Was er aber zu diesem Zeitpunkt nicht registriert, er bekommt eine fremde Festplatte ausgehändigt. Für ihn ist optisch kein Unterschied zu erkennen, die Verwechslung bleibt vorerst ohne Konsequenz. Er lässt die Festplatte für rund zwei Jahre bei sich zu Hause liegen, entscheidet sich dann erst für eine Datenrettung.

Computerfachgeschäft händigt falsche Festplatte aus

Wir können mit unserer betriebseigenen Technologie die Festplatte im Reinraum auslesen. Das Ergebnis ist erfreulich, 99 % der Oberfläche des durch einen Sturz beschädigten Mediums wurden gelesen. Der Kunde bekommt, wie in unserem Haus üblich, eine Dateiliste welche die geretteten Daten darstellt. Er kontrolliert sie nur oberflächlich, wundert sich über manche Verzeichnisnamen, nimmt das aber so hin ohne Rücksprache zu halten.

Die böse Überraschung folgt einige Tage später. Der Kunde erhält die von ihm bestellten Daten. Er stellt fest, dass es nicht seine Dateien sind und kann sie einem Gewerbebetrieb in seinem Wohnort zuordnen. Jetzt wird ihm klar, dass er vor einiger Zeit nicht seine, sondern eine fremde Festplatte im Computerfachhandel zurückerhalten hat.

Firmendaten in fremden Händen sind keine Kleinigkeit

Wir wissen nicht wie diese Geschichte weiterging. Er kann Konsequenzen für den Computerhändler haben, der von zwei Parteien angegangen werden könnte. Von unserem Kunden, dessen Daten er unterschlagen hat. Und von Gewerbebetrieb, dessen Daten er leichtsinnig an Dritte herausgegeben hat. Kein Kavaliersdelikt, sondern unter Umständen sehr teuer.

Der aktuelle Fall ist zum Glück nicht an der Tagesordnung, aber er ist keine Ausnahme. Fortgesetzt kommt es zu groben Verstößen im Bereich Datenschutz durch Drittfirmen. Seit Jahren finden unsere Spezialisten immer wieder auf den Online Portalen gebrauchte Festplatten und Notebooks mit hochsensiblen Daten von Firmen und Behörden. Ein Umstand, der nicht sein darf. Der zu vermeiden wäre, würde das Thema hochsensibler Kundendaten ernst genommen.

Haben auch Sie ein ähnliches Problem oder einen Datenverlust? Dann informieren Sie sich bei unserer Hotline was wir für Sie tun können. Oder fordern Sie einen kostenfreien Rückruf an.

Böse Überraschung. Kunde lässt fremde Firmendaten retten!