Auch in den vergangenen Tagen bekamen unsere Ingenieure Medien, die Stürze erleiden mussten, in die Reinräume. Der Sturz einer Festplatte stellt immer eine ernsthafte Bedrohung für die darauf befindlichen Daten dar.

Samsung ST1000LM024, Festplatte gefallen mit schweren Beschädigungen.

Und immer wieder bekommen unsere Kollegen im Frontoffice die Frage gestellt, wie man sich mit einer gefallenen Festplatte am besten verhalten sollte. Die Antwort unserer Berater ist sehr einfach. Sie lautet stets: unternehmen sie nichts mehr !

Festplatte gefallen. Unternehmen sie nichts.

Der Sturz ist eine massive, physikalische Beeinträchtigung. Wird die gestürzte Festplatte im Anschluss in Betrieb genommen, kann dies schon genügen, um die Daten zu zerstören. Das Risiko ist bei Festplatten im Format 3.5″ viel höher als bei 2.5″ Festplatten. Denn letztere Medien sind für den mobilen Einsatz konzipiert und damit auch für eventuelle Erschütterungen viel besser gewappnet.

Bekommt das Team eine gefallene Festplatte, was mehrmals täglich passiert, dann wird dieses Medium umgehend im Reinraum analysiert. Der Schaden wird von unseren erfahrenen Ingenieuren begutachtet und dann über die weitere Vorgehensweise entschieden. Die Vorgehensweise ist unterschiedlich, je nach Ausgangslage. Eventuell wird das Medium neu kalibriert, eventuell werden die beschädigten Köpfe ersetzt.

Ein typisches Szenario war in den letzten Tagen eine gefallene Samsung ST1000LM024. Die Festplatte mit 1.0 TB Kapazität ist beliebt und gilt als robust. Wir bekamen eine solche mobile Samsung Festplatte von einem Kunden, der dringend die darauf vorhandenen Bilder benötigte.

Die Datenrettungs-Ingenieure begutachteten die gestürzte Festplatte in unserem Reinraumlabor. Das Schadensbild, wie es das Foto belegt, gab zuerst wenig Anlass zur Hoffnung. Allerdings unternehmen wir alles für unseren Kunden, was möglich ist und geben nie auf. So konnten wir auch bei diesem schwierigen Fall in zeitaufwändiger Detailarbeit Lesezugriff auf das Medium nehmen und es extern auslesen.

Am Ende stand ein erfolgreicher Abschluss mit einer Lesequote von 70 %. Die Erfahrung von 20 Jahren Datenrettung zahlte sich auch hier wieder aus.

Der Kunde bekam eine Dateiliste und ein Angebot, das sich im Rahmen des vorher vereinbarten Niveaus bewegte. Währenddessen lagen die geretteten Daten bereits auf unseren Hochsicherheitsservern bereit. Wenige Tage später erteilte uns der Kunde den Auftrag. Die geretteten Daten konnten ausgeliefert werden.